Amrum

Amrum LeuchtturmDas letzte Mal richtig campen, mal abgesehen vom Zelt bei einem Festival aufschlagen oder hinter einer virtuellen Kiste bei Counterstrike auf den Gegner warten, war ich wahrscheinlich vor etwa 35 Jahren mit meinen Eltern an der Ostsee. Nun habe ich drei Tage lang eine Kollegin und ihre Familie auf Amrum besucht und viel Zeit davon auf dem tollen Dünenzeltplatz verbracht. Es ist schon interessant das Campervölkchen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und hier und da aufzuschnappen, wie die Camper-Insel-Welt tickt.

  • Die Migrationsquote ging auf dem Zeltplatz gegen Null.
  • Kinder haben Namen wie Jonte und Fjon.
  • Man kann lange Zeit darüber diskutieren ob das Wasser aus den diversen schicken, blanken Armaturen wirklich Trinkwasser ist oder nicht. “ Wir haben gestern unsere Flaschen an den Hähnen ohne deutliche Trinkwasserkennzeichnung aufgefüllt und uns geht es noch gut.“ Manchmal muss man auch einfach mal was riskieren.
  • Wenn man lange genug an der Nordsee ist, ist irgendwann auch mal Wasser da. 😀
  • Es gibt viele unterschiedliche Schnarchfrequenzen in den umliegenden Zelten, die einen vom Schlafen abhalten können.
  • Langes Frühstück und blonde Kinderhaare flechten, kann total entspannend sein.
  • Silversurfer, die auf der Fähre die ganze Zeit WhatsAppen sind ja irgendwie niedlich, den Benachrichtigungston dabei auf seniorenhörbare Lautstärke eingestellt haben irgendwie nicht.
  • MoPo, Bild und ich werden niemals Freunde.
  • Es ist interessant zuzuhören, wenn ein offensichtlich wenig medienaffiner Vater anderen Eltern versucht zu erklären, warum er es nicht so gut findet, dass die Klassenkameraden seines, eine betreute Grundschule besuchenden, Sohnes GTA spielen und worum es in dem Spiel geht.
  • Warum machen Menschen Selfies während sie in ein Fischbrötchen beißen?

 

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Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

Berlin Zoo

Berlin Zoo

Gleich zu Anfang dieses Schuljahres war ich mit meiner Klasse in Leipzig zur Klassenfahrt und wir hatten jede Menge Spaß und alles hat super geklappt. Weil es so schön war, fragten mich einige Schülerinnen, ob wir nach den schriftlichen Hauptschulabschlussprüfungen nicht noch einmal gemeinsam irgendwo hinfahren könnten, quasi als Abschiedsfahrt, weil etwa ein Drittel die Klasse mit dem Hauptschulabschluss verlässt und damit eine gemeinsame lange Zeit endet. Die Eltern waren schnell überzeugt und auch das Amt stellt sich nicht quer, sondern übernahm bei denjenigen die Kosten, die Bildungsgutschein berechtigt sind. Interessant dazu ist vielleicht auch für andere die Gesetzeslage laut SGB.

Weil es schon in Leipzig so gut geklappt hatte, haben wir alle einzeln gebucht und sind so mit drei Übernachtungen im Hostel Singer 109, der Bahnfahrt mit dem „Quer durch’s Land Ticket“, Zoo-, Schwimmbad, Disco- und Museumsbesuch sowie einer Stadtrallye mit 200 Euro gut hingekommen. Dank Superwetter hatten wir in der Woche nach Pfingsten eine richtig schöne Abschlussfahrt und ich bin wieder mal davon überzeugt worden, dass ich die beste Klasse der Welt habe. 🙂 Weiterlesen

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Betroffenheit als didaktisches Mittel?

Paul-Georg Meister  / pixelio.de

Paul-Georg Meister / pixelio.de

Ich habe vor allem aus dem Grund Geschichte studiert, weil mich die Geschichten der Vergangenheit interessieren. Als Fach fürs Lehramt war das dann irgendwie logisch und aus dem Fragmentwissen aus verschiedenen Epochen ist ein Großes Ganzes geworden, das je länger man sich im Unterricht wieder mit einzelnen Fragmentthemen beschäftigt immer schlüssiger wird. Im Unterricht kommt dann noch hinzu, dass die Schüler mit ihrem Weltwissen eine ganz andere Perspektive auf Ereignisse haben.

Fakten, wie dass im 1. Weltkrieg 17 Millionen Menschen gestorben sind, dass Karl der Große 800 gekrönt und dass es – laut Wikipedia – vier Schlachten auf dem Amselfeld gegeben hat, sind da für ein gesamthistorisches Bild eigentlich irrelevant. Es ist glasklar, dass jeder Tote in jedem Krieg zuviel war, auch die Opfer aller vier Schlachten auf dem Amselfeld und dass es wesentlich interessanter war, wie Karl der Große seinen Alltag verbracht hat und dass er weder nur Held noch nur Sachsenschlächter war. Doch wie bekommt man es hin, dass die Schüler aus dem Geschichtsunterricht was für’s Leben und ihr eigenes Wertesystem mitnehmen.

Im Studium lernt man, dass es didaktisch höchst fragwürdig sei, Guido Knopp Produktionen im Geschichtsunterricht zu verwenden und dass man die Schüler nicht mit inszenierten Betroffenheitssituationen manipulieren soll und dass vor allem die Arbeit an den Quellen Geschichtsverständnis schafft. Es gibt sicherlich passende Themen, die man anhand von Quellen erarbeitet, wobei ich da oft Textquellen eher langweilig finde und zu bildlichen Darstellungen tendiere – ein Bild sagt oft mehr als 1000 Worte. Ich habe in meiner Lehrerkarriere noch nie vorher wirklich 3. Reich unterrichtet und bin ehrlich gesagt auch bisher kein wirklicher Fan der Zeit gewesen.

Vor einer Weile hatte ich mal scherzhaft angemerkt, ich könne ja das 3. Reich ganz einfach abhandeln, indem ich „Der Aufstieg des Bösen“, „Schindlers Liste“ und „Der Untergang“ mit der Klasse anschaue und dann eigentlich mit allem durch bin. Mittlerweile finde ich diese Idee gar nicht mehr so abwegig, denn was will man denn bei den Schülern erreichen, wenn man diese Zeitepoche aus dem Lehrplan abarbeitet, was sollen sie wirklich mitnehmen? Heute haben wir „Schindlers Liste“ geschaut und ich habe den Film erst zum zweiten Mal gesehen, nachdem ich 1993 im Kino war. Bei allem „hach, der zielt ja so auf’s Betroffenmachen ab“, fand ich ihn echt gut und habe meine Schüler aus der letzten Reihe beobachtet und sie waren absolut fokussiert. Beim Nachgespräch kamen dann auch sehr gute Denkansätze, Fragen und Rückmeldungen, bei denen es absolut logisch war zu sagen: „Ja, der Film sollte einem ein ungutes Gefühl machen, ja, es ist gut jetzt ein bisschen nachzudenken und nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen und ja, bestimmte Szenen wurden bewusst so inszeniert, damit er beim Zuschauer bestimmte Gefühle auslöst!“. Daran sehe ich nach meinen heutigen Erfahrungen auch nichts didaktisch Verwerfliches und habe das Gefühl, dass die Schüler eher und länger zum Denken angeregt wurden, als das der Originaltagebucheintrag eines Buchenwaldhäftlings oder eine Mortalitätsstatistik aus dem Jahr 1943 gekonnt hätte.

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Theater vs. bloggen

Eigentlich wollte ich bloggen, dann kam das Angebot, die Theaterkarte einer Freundin für das bis zum Ende der Spielzeit ausverkaufte Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ zu übernehmen … also, ihr dürft mich auslachen, weil ich nur ein Video poste. 😉

 

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Blümchenfotos

In Leipzig habe ich mich das erste Mal als Blümchenfotografin betätigt und finde, dass einige Fotos wirklich schön geworden sind, lag wahrscheinlich auch an den Motiven 😉

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Wahlwerbespots Europawahl

Wilhelmine Wulff  / pixelio.de

Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Da ich ja relativ selten fernsehe, bin ich erst gestern über die ersten beiden Wahlwerbespots zur Europawahl in der ARD gestolpert. Dabei war ich über den der Partei Pro NRW sehr erschrocken, denn er strotzte nur so vor Vorurteilen und erschien mir massiv volksverhetzend. Die Sender distanzieren sich vor und nach der Ausstrahlung ja regelmäßig von den Inhalten, die laut Erklärung ganz von den jeweilige Parteien verantwortet werden, aber warum senden sie solchen Mist? Sind sie gezwungen im Sinne de Meinungsbildung? Gibt es Vorgaben darüber, wie oft welcher Spot ausgestrahlt wird? Verdienen sie Geld damit? Ganz schön viele Fragen, von denen ich absolut keine Ahnung habe. Deshalb las ich ein bisschen herum, was es denn überhaupt mit den Wahlwerbespots auf sich hat.

Die ersten Wahlwerbespots wurden in Deutschland zur Bundestagswahl 1957 ausgestrahlt. Hier stellvertretend der Spot der SPD von damals.

Wenn es Parteien erstmal auf die Wahlliste geschafft haben, steht ihnen im Prinzip auch Zeit für Wahlwerbespots im Fernsehprogramm zu. Dabei ist die Ausstrahlungszeit für bei den öffentlich-rechtlichen Sendern kostenlos für die Parteien und auch die privaten Sender dürfen nur die Selbstkosten berechnen. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern gilt dabei auch die 20-Uhr-Werbegrenze nicht, sodass die Parteien mit Werbespots nach 20 Uhr eine deutlich höhere Zuschauerquote zum Nulltarif haben. Die Häufigkeit der ausgestrahlten Spots richtet sich nach der Bedeutung de Partei, sodass beispielsweise 2005 zur Bundestagswahl SPD und CDU  sowohl in ARD wie in ZDF je 8 Sendeplätze erhielten; Grüne, FDP und CSU je 4, die Linke 3 und alle übrigen Parteien zwei Sendeplätze auf jedem der beiden Sender. (Quelle: wikipedia)

Doch wie ist es mit Spots, die menschenverachtende Inhalte haben bzw. volksverhetzend sind? Sicherlich ist die Grenze bei jedem Betrachter da unterschiedlich und was für den einen ein Tabu ist, läuft bei anderen unter der Rubrik „Da muss man ja nochmal sagen dürfen!“. Bei dem oben erwähnten Pro NRW-Spot hatte die ARD versucht per Gerichtsbeschluss zu verhindern, den Spot ausstrahlen zu müssen. Diesem Antrag wurde auch gestern stattgegeben, doch bis zum Abend hatte die Partei durchgesetzt, dass zumindest eine Light-Version des Spots gesendet werden musste. Diesen hatte ich also gesehen und als abstoßend empfunden. Die Berichterstattung über diesen Vorfall ist im Netz relativ dürftig und Informationen sind vor allem auf Seiten zu finden, die stark nach links oder rechts tendieren.

Es stellt sich in diesem Zusammenhang immer wieder die Frage, wo da die Grenze ist und wie viel Meinung eine Demokratie ertragen kann. Klar soll sich jeder Bürger vor der Wahl eine eigene Meinung bilden können und wissen, wofür die Parteien sind, die zur Wahl stehen. Aber rechtfertigt das die Verbreitung von verhetzenden Inhalten, die Menschengruppen in ein Licht setzen, das von Hass und grundsätzlicher Ablehnung gekennzeichnet sind und deren Lebensrealität nicht gerecht werden?

Wer sich über Parteien und deren Inhalt informieren will, kann dies auf der Seite der bpb tun oder mit Hilfe des Wahl-o-mats austesten, mit welchen Parteien er in welchen Punkten am ehesten übereinstimmt.

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Berlin StreetArt

Ick war in Berlin und dat war janz knorke. Vor allem freue ich mich jetzt richtig, dass ich im Juni mit meiner Klasse nochmal für vier Tage hinfahren darf, denn es gibt noch eine Menge StreetArt und Graffitis zu jagen.

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Maximum Wrestling im Skelligeer Max

Maximum WrestlingWer mich etwas besser kennt, weiß auch, dass ich Wrestling sehr faszinierend finde und selten Gelegenheiten vor Ort auslasse, dieses auch live zu sehen. Deswegen habe ich mich auch schon seit einer Weile auf den gestrigen Samstag gefreut, denn an diesem sollte Maximum Wrestling sein Debüt im Skelligeer Max haben. Mit Yawara Wrestling gibt es ja in Skellige bereits einen Veranstalter, der regelmäßig Events ausrichtet, die bisher allesamt sehr unterhaltsam und sehenswert waren. Deswegen war es umso spannender  zu schauen, was Maximum Wrestling zu bieten hat und ob Skellige bereit für eine zweite „Liga“ ist.

Das Max schien als Veranstaltungsort erstmal etwas seltsam, aber vom Aufbau des Rings und der Sitzplätze stellte es sich als sehr geeignet heraus. Die Stimmung war gut und die Matches alles in allem auch. Es gab einige witzig Charaktere im Ring, die für ordentlich Stimmung sorgten und ihre Rollen gut auslebten. schade war, dass bei zwei Matches die NiceGuys in ihren Moves deutlich weniger überzeugten als die Heels, was etwas schwierig machte, sie als Zuschauer aus vollem Herzen durch Anfeuerungsrufe zu unterstützen. Der eine oder andere Move war etwas unsauber ausgeführt, aber das sind nun mal die Unterschiede zum professionellen Wrestling, die man hinnehmen muss, denn immerhin handelt es sich hier nicht um FullTimeWrestler und es fehlt sicherlich an der nötigen Routine.

Auf jeden Fall war der Event eine gute Gelegenheit, meine Kamera auszuprobieren, um einige Fotos zu machen. das stellte sich als Herausforderung dar, denn obwohl ich einen Superplatz hatte, erfordert es doch einiges an Geschick, Bilder zu machen, die nicht verwackelt sind und die spannenden Szenen einfangen.

Am 6. Dezember soll ein Folgeevent stattfinden und ich denke mal, dass viele von denen, die gestern als Zuschauer vor Ort waren, auch dann wieder dabei sein werden.

 


 

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