Medienkompetenz in der Schule

Als ich heute Mittag in einer meiner wenigen längeren Pausen einen Kaffee trinken wollte, kam eine aufgeregte Schülerin zu mir und bat mich, ihr bei ihrer Power Point Präsentation zu helfen, die irgendwie nicht laufen wollte. Also ging ich mit ihr in den Raum und traf dort neben einem kompletten Kurs auch einen Kollegen. Dieser begrüßte mich mit einer spöttischen Bemerkung die Medienkompetenz der Schüler betreffend.

Die Schüler hatten mittlerweile eine interessante Kabelkette gebastelt, die einen Laptop über einen Monitor laufen ließ und dann über einen VGA-Splitter über den Beamer. Nun ließ sich auf dem Beamer, jedoch kein Vollbild einstellen. Auf Nachfrage, warum sie denn die ppt nicht über den PC abspielen würden, der in diesem Raum mit dem besagten Monitor und Beamer verbunden ist, erklärte man mir, das ginge nicht. Ein kurzer Blick auf die Version der MS Office Version auf dem Laptop macht klar, dass diese brandneu ist. Da kann der olle Kasten in der Schule nicht mithalten, denn der hat „nur“ Office 2007. Auf die Frage, warum sie es denn nicht in einer älteren Version abspeichern würden, erntete ich nur verständnislose Blicke von Schülern und dem Kollegen.

Also ppt als ältere Version abgespeichert, auf den Stick gezogen und alles wieder zurück gestöpselt … läuft. Beim Rausgehen hörte ich den Kollegen dann noch einmal eine abfällige Bemerkung über die Kompetenzen der Schüler sagen und fragte mich immer noch kaffeedurstig auf dem Weg in die 8. und 9. Stunde warum er die paar Kicks nicht gemacht hatte.

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Warum Medienkompetenzförderung nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird

Am 29. September fand im Kieler Landeshaus der erste Medienkompetenztag Schleswig-Holstein statt. Dort stand, neben einem provokativen und teilweise irritierenden Vortrag von Rolf Schulmeister über das Medienverhalten der heutigen Jugend, die Vorstellung verschiedener Initiativen auf dem Programm. Diese präsentierten ihre Angebote und informierten die anwesenden Besucher. Besonders interessant war der GameTreff des Offenen Kanal Kiels, dort konnten die Besucher Videospiele verschiedener Genres selbst ausprobieren und sich ein genaueres Bild von der Faszination machen, die diese Spiele auf Kinder und Jugendliche haben. Daneben informierte das IQSH über mediale Angebote für den Unterricht. Ziel dieses Tages und der noch folgenden soll es sein, ein Netzwerk zu bilden, damit all die guten Angebote vermehrt genutzt werden können. Am Ende des Nachmittags gab es noch eine Podiumsdiskussion mit den medienpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen, in der es um deren Pläne für den Ausbau der Medienkompetenzvermittlung in Schleswig-Holstein ging. Weiterlesen

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