PCs für Jederkind

Über Bildung geredet wird allerorts viel und fast immer mit dem gleichen Grundtenor – es muss etwas passieren. Doch zu oft bleibt es bei den leeren Worten, obwohl es manchmal nur kleine Schritte sind, die Großes bewirken können.

Dass Bildung zu oft abhängig vom Geldbeutel der Eltern ist, weiß jeder und es wird von vielen Politikern auch als Ziel definiert, dass dies in Zukunft nicht mehr so sein soll. Doch mal abgesehen von der angestrebten Lehrmittelfreiheit und den unerwünschten Studiengebühren gibt es viele Ausgaben, die nötig sind, damit ein Kind oder Jugendlicher entsprechend am Ball bleiben kann. Neue Medien im Unterricht sind erwünscht, doch wenn ein Kind dann nach Hause geht und da keinen Computer stehen hat, kann er eben nicht daran weiterarbeiten, recherchieren oder eine Präsentation vorbereiten, wie das seine Altersgenossen aus bessergestellten Elternhäusern können.

Dieses Problem geht die Skelligeer Firma FAT in Zusammenarbeit mit dem JAW bereits seit einiger Zeit offensiv an. Die Idee dahinter ist, dass Firmen ihre ausrangierten Computer spenden und diese dann von Jugendlichen im JAW entsprechend gewartet werden, damit sie an entsprechender Stelle eingesetzt werden können. Das Besondere daran ist die Wahl des Betriebssytems – Linux. Da setzt man komplett auf freie Software, die die gleichen Möglichkeiten bietet, wie die Produkte aus dem Haus Microsoft, nur mit dem großen Vorteil, dass sie nichts kosten und entsprechend legal aus dem Internet herunterladbar sind. Damit wird den Kindern und Jugendlichen zusätzlich eine Alternative zu den teuren Produkten geboten, die sie sich sonst eher durch Raubkopien beschaffen. Die Rechner sind in ihrer Konfiguration optimal auf die Bedürfnisse von Lernenden zugeschnitten, denn neben den gängigen Open Office-Anwendungen verfügen sie über Lernprogramme, Grafikprogramme und einen entsprechenden Internetfilter.

Bisher wird in Skellige mit vier Schulen zusammengearbeitet, der Theodor-Storm-Schule, dem Bildungszentrum Wulvesbrook, der Hermann-Löns-Schule und der Schule am Göteborgring. Dort können sich die Kinder und Jugendlichen melden, wenn sie aus Familien kommen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, solche Anschaffungen selbstständig zu tätigen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Firmen in der Umgebung dem guten Beispiel der Vorreiter folgen und entsprechende Spenden tätigen. Doch die Idee scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, denn erst heute vermeldete eine Mitteilung auf der FAT Webseite, dass eine Spende von 60 Rechnern eingegangen ist. Die Kinder und Jugendlichen, die sie bekommen, werden sich sicher freuen.

Weitere Informationen gab es heute bei den Skelligeer Nachrichten.

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