Vorschau: LEGO Indiana Jones – Die legendären Abenteuer

Ein bisschen eckig ist er wohl, dieser Held, was nicht nur an seinem Körperbau aus Lego-Klötzchen liegt, auch der Charakter von Indiana Jones, dem halbtags arbeitenden Archäologen, ist keineswegs von den klassischen Wissenschaftlertugenden geprägt, begibt er sich doch regelmäßig auf Reisen, die ihm wilde Abenteuer bescheren.

Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung, ist ihm keine Auseinandersetzung zu haarig, als dass er sich ihr nicht bereitwillig stellen würde. Wer sich schon einmal das Vorlesungsverzeichnis eines archäologischen Instituts durchgelesen hat, mag dies kaum glauben, denn dort findet man allerhöchstens atemberaubend lange und unverständliche Veranstaltungsbeschreibungen wie „Das Phänomen des Archaismus und Klassizismus in der Antike“ oder „Dokumentationsmethoden in der archäologischen Feldforschung“, keine Spur von „verlorenen Schätzen“, „Tempeln des Todes“ oder „letzten Kreuzzügen“. Wer das sucht, ist jedoch bei Indiana „Indy“ Jones genau richtig. Dieser sollte im Übrigen eigentlich Indiana Smith heißen, doch da Steven Spielberg dieser Name nicht gefiel, wurde er in obigen geändert.

Indiana Jones – dieser Name lässt Männer- und Frauenherzen gleichermaßen höher schlagen, steht er doch für Unerschrockenheit, Wagemut und jede Menge Spannung und sieht noch dazu nicht schlecht aus, vor allem wenn man bedenkt, dass die Wellnessmöglichkeiten in Indien ähnlich schlecht sind, wie auch im Dschungel Perus. Doch all den Widrigkeiten zum Trotz hält sich Indy fit und ansehnlich, auch wenn seine körperliche Unversehrtheit nicht immer sicher scheint. Kommt mal wieder etwas Unerwartetes in sein Blickfeld, setzt er seinen Fedora tiefer ins Gesicht und schwingt die Peitsche, alles in der Hoffnung dieses Mal das Objekt der Begierde am Ende das seine nennen zu dürfen.

Action und Abenteuer, eine ziemlich perfekte Kombination, gespickt mit einer Portion Humor und familienverbindenden Elementen eigentlich sogar ein Erfolgsrezept für einen Film und das entsprechende Computerspiel dazu. Da Filmumsetzungen nicht immer wirklich erfolgreich sind, Lucas Arts aber auch nicht dafür bekannt ist, etwas nicht erfolgreiches anzupacken, wurde kurzentschlossen eine dritte Erfolgskomponente hinzugefügt – Lego – zeitlos beliebt bei jung und alt. Und auch wenn sich die Älteren unter uns nicht mehr mit einem Bottich Legoklötzchen hinsetzen, sind viele nicht abgeneigt diese euphorisch mit ihrem Mauszeiger hin und her zu stapeln.

Lego Indy erscheint am 6. Juni passend zum am 22. Mai in den deutschen Kinos startenden Film Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Doch das Spiel, LEGO Indiana Jones – Die legendären Abenteuer, beschränkt sich nicht nur auf den aktuellen vierten Indiana Jones Teil, sondern vereint die Charaktere und Eskapaden aller vier Teile. Die Abenteuer spielen sich auf dem gesamten Globus ab und der Spieler kann sowohl altbekannte Charaktere, wie Marion Ravenwood, Shorty, ReneBelloq, Willie Scott, Marcus Brody, Jones Senior und Mola Ram spielen, als auch neue durch geschickte Kombinationen kreieren. Die jeweiligen Rollen sind auch im Spiel so spezifisch umgesetzt, dass sie ihre Eigenheiten behalten haben, so hat Marcus Brody seine Regenschirm parat und MarionRavenwood hat auch im Spiel eine gewisse Affinität für Affen. Mit all ihren kleinen Extravaganzen und Spleenen schwimmen, klettern und hangeln sie sich an Felswänden entlang, immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung, die ganz bestimmt kommt und wieder für jede Menge Aufregung sorgt.

Wer die Indiana Jones Trilogie kennt und mag, wird sicher viele bekannte Situationen wiederentdecken und sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Alle die Indiana Jones erstmals entdecken, weil sie vor 19 Jahren einfach noch zu jung für diese Art Filme waren, werden gleichermaßen feststellen, dass Indiana Jones nicht umsonst zur Kultfigur geworden ist. Und wer bis jetzt noch nicht glaubt, dass Indiana Jones einen wirklich wertvollen Beitrag zur Enkulturierung der Menschheit geleistet hat, sollte der weisen Worte von Papa Jones lauschen: „Es sagt mir, dass im Stechschritt marschierende Idioten die Bücher lieber lesen sollten, als sie zu verbrennen.“

PS: Könnt ihr euch Indy mit einem überdimensionalen Oberlippenbart vorstellen? … Die Rolle sollte ursprünglich von Tom Selleck übernommen werden, doch der war zum Glück zu sehr mit dem Dreh der Serie Magnum beschäftigt.

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