Wolf Biermann – Streik

Durch einen Zufall hörte und sah ich in einer Reportage über Lyrik ein Lied von Wolf Biermann, das er anlässlich des Streiks, der Hafenarbeiter von Eurokai im Hamburger Hafen 1996, geschrieben hatte. Dieses Lied beeindruckte mich bereits beim ersten Hören, da es von einer unglaublichen Intensität und Emotionalität ist. Außerdem ist es immer noch brandaktuell, wenn man sich die Forderungen nach Mindestlöhnen und angemessenen Arbeitsbedingungen anschaut. Damals wie heute fragt man sich, wie es sein kann, dass Arbeiter so wenig Rechte haben und mit so billigen Angeboten abgespeist werden. Aber vor allem ist es traurig, wie wenig dagegen getan wird, denn es scheint oft, als seien die führenden Gewerkschaftsvertreter mehr an der eigenen Etablierung und Besserstellung interessiert, als ihren Job zu machen und sich für diejenigen einzusetzen, die ihre Hoffnungen in sie setzen. Echte Solidarität ist leider ein Fremdwort geworden. Doch hört euch das Lied einfach selbst an.

Quelle:
Sprache und Literatur – 7. Formen der Lyrik – Wie Wörter sich in Worte wandeln

Wer an weiteren Informationen über die Ereignisse von 1996 interessiert ist, dem empfehle ich die letzten Seiten der Ausgabe 3/1996 von Arbeiterpolitik. Dort werden die Hintergründe und der Ablauf des Streiks ausführlich beschrieben.

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