Wenn es Teleporter gäbe …

gnubier  / pixelio.de

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Auf der Rückfahrt von einem Festival standen wir zu fünft im Auto bei brüllender Hitze im Stau und philosophierten über die Vorteile und Nachteile von Teleportern.

Wenn es Teleporter gäbe, könnte man sich aus dem Auto jetzt direkt nach Hause beamen. Oder lieber gleich vom Festival, zusammen mit dem ganzen tollen Equipment, dass man vorher mit hingebeamt hat, damit das Bier und das Grillzeug immer kalt ist und damit man super entspannt dort feiern kann. Ein Teleporter würde auch helfen, wenn das Camp weit weg vom Dancefloor ist, dann kann man sich direkt auf den Mainfloor beamen und später wieder zurück und würde sich nicht dauernd verlaufen. Vielleicht würde man sich dann aber auch vom heimischen Sofa direkt auf den Mainfloor beamen und dadurch all die lustigen Situationen im Camp verpassen und ebenso die vielen witzigen Begebenheiten mit fremden Menschen bei Verlaufen auf dem Rückweg.

Praktisch wäre es aber auf jeden Fall, sich zur Arbeit beamen zu können, das würde der Globalisierung ganz neue Möglichkeiten eröffnen, denn dann ist es völlig egal, ob man in Deutschland wohnt und in Brasilien einen tollen Job hat. Man könnte sich auch von überall her in kürzester Zeit Essen liefern lassen, egal auf was man Lust hat, denn das könnte ja schnell hergebeamt werden. (Dieser Gedanke hat uns auch die Vor- und Nachteile von Replikatoren und Holodecks erörtern lassen, was an dieser Stelle nicht vertieft werden soll.)

Wenn jemand einen Unfall hätte, könnte man ihn direkt ins Krankenhaus beamen und ihm schneller die Hilfe zuteil werdnen lassen, die er braucht. Wenn man seine Hausaufgaben oder das Sportzeug vergessen hat, kann man es schnell mal holen und außerdem könnte man sich noch mehr Termine dichter hinter einander legen, weil ja das lästige Fahren oder Laufen zwischen den Terminen entfallen würde. Der perfekte Mord wäre leicht zu realisieren, denn man kann sich an den Ort des Verbrechens hin und die Leiche danach wegbeamen, in den Mariannengraben oder auf den Mond. 😉

Die Frage wäre ja, ob man sich dann an jeden Punkt einfach so beamen könnte oder ob es Beamstationen gäbe, die man sich nur leisten kann, wenn man reich ist. Könnte sich jeder an einen beliebigen Punkt beamen, könnte es ja auch passieren, dass zu ungünstigen Zeiten Menschen in heimischen Wohnzimmer stehen, die man da grad gar nicht haben will. Also müsste es dann wiederum Vorrichtungen zur Beamabwehr geben, wenn man das grad gar nicht möchte. Eine andere Variante wären öffentliche Beamstationen, zu denen man geht, um sich woanders hin beamen zu lassen. Braucht jedes Mietshaus dann seine eigene oder reicht eine für den ganzen Block? Wer besonders begütert ist, könnte sich ja sonst auch eine eigene anschaffen, wenn er möchte.
Eine andere Frage wäre, ob nur selbstbestimmtes Beamen möglich ist oder ob man auch ungewollt gebeamt werden kann. Letzteres hätte schon diverse Nachteile, denn die Polizei könnte bei Demonstrationen die Demonstranten einfach in alle Winde zerstreuen, indem sie irgendwo hingebeamt werden.

Ihr seht schon, es ist gar nicht so einfach mit dem Für und Wider in Sachen beamen und wenn es denn mal erfunden wird, dann liegt noch jede Menge Arbeit vor uns, die ganze Sache so sicher zu gestalten, damit nicht jeder damit Unfug anstellt. Denn die Idee nervige Schüler aus der Klasse temporär auf ein Kartoffelfeld zu beamen klingt ja ganz charmant, aber was wenn die Schüler dann eben mal die nervige Lehrerin auf eben das Kartoffelfeld beamen, wenn die grad die Mathearbeit schreiben lassen will. 😉

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Ein Gedanke zu „Wenn es Teleporter gäbe …

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