Reeperbahn Festival 2013 – Schön war’s

IMAG0900Am Wochenende war ich beim Reeperbahn Festival in Hamburg und war begeistert von der immensen Auswahl an, für mich eher unbekannten Interpreten, die mir die Chance gaben, meinen Musikhorizont zu erweitern. Um die Übersicht zu behalten, stellten die Organisatoren des Festivals eine App zur Verfügung, die extrem userfreundlich ist und unter anderem Musikempfehlungen aus den gelikten Facebookseiten erstellte, die in den ausprobierten Fällen sehr passend waren.

Der zweite absolute Pluspunkt des Festivalbesuchs war für mich, dass ich das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden konnte, denn ich genoss alle Acts mit einer Freundin aus Leipzig, mit der ich  schon viel zu lange nichts richtig Tolles mehr gemacht hatte, weil wir beide dauernd so busy waren oder es eben einfach nicht gepasst hat. Dank Vitamin-B stand uns für die Festivalzeit eine Wohnung direkt auf St. Pauli zur Verfügung, sodass wir minimale Wege zu den Locations hatten, was quasi perfekt war.

Mit Handy und Kamera habe ich auch jede Menge Fotos gemacht, die im Hamburg-2013 September Album auf Flickr zu finden sind.

 

Der Donnerstagabend begann mit einem Empfang in der Lobby des Onyx-Hotels, den meine Freundin aus beruflichen Gründen besuchen wollte und der uns neben den Gesprächen mit interessanten Leuten auch die Chance gab uns mit leckeren Häppchen vollzustopfen und eines der limitierten Reeperbahnfestival Ratherren Biere zu verkosten. Außerdem trafen wir Dave Stewart  vielleicht besser bekannt als die eine Häfte von Eurythmix, der am Freitag noch einen interessanten Vortrag über die Geldflüsse im Musikbusiness hielt. Für uns persönlich war aber mindestens genauso positiv, dass es in der Lobby jede Menge Steckdosen gab, an denen man sein Handy aufladen konnte. (Memo an mich selbst –> ernsthaft über den Kauf einer Power Station nachdenken)

Danach ging es ins Docks, wo ab halb zehn Kate Nash spielen sollte. Meine erste Kate Nash Erfahrung hatte ich mit „Foundations“ in der Küche der Freundin, mit der ich nun auch beim Konzert war und hatte mir damals auch gleich das erste Album Mouthwash gekauft, weil ich die Mucke einfach super fand. Deswegen war es für mich auch ein absolutes Highlight, sie nun endlich mal live zu sehen und es war großartig.


Leider hatte ich an diesem Abend meine supidupi neue Nikon Coolpix L820 nicht dabei, was mich im nachhinein ziemlich geärgert hat, aber so what! Anschließend wollten wir eigentlich in Moondoo zu Roosevelt, haben das aber zeitlich vercheckt, sodass nun Spontanität angesagt war. Meine tolle App empfahl Ghostpoet im Mojo Club, also hin da. Wir wurden nicht enttäuscht, denn mal abgesehen davon, dass der Mojo Club eine tolle Location ist, war die Performance sehr cool und die Stimmung super. Damit hatte ich auch meine erste Neuentdeckung getätigt, denn Ghostpoet werde ich bestimmt wieder hören und würde auch sofort wieder zu einem Konzert gehen.

Danach dümpelten wir noch ein wenig herum und kehrten dann schon relativ früh wieder in unsere Schlafbude ein, um am nächsten Tag fit zu sein. Am Freitag hatte ich, neben ein wenig geschichtlicher Fortbildung im Museum für Hamburger Geschichte, die Zeit noch das schöne Wetter in Hamburg zu genießen und setzte mich zum Chillen in ein Hafenrundfahrtboot, was immer wieder ein Erlebnis ist.

Am Abend ging es dann weiter und wir starteten mit Motorama (ebenfalls eine App-Empfehlung) im Knust. Die Band aus Rostov am Don macht Musik im Stil von Joy Division, The Cure und Co. und ist auch auf jeden Fall einen Konzertbesuch wert.


Im Anschluss ging es kurz zum Stärken ins nahe gelegene Mangold und danach wieder ins Knust zu Fenech-Soler. Am Nachmittag hatte ich bereits ein wenig in deren Musik reingehört, war aber nicht ganz so überzeugt, dass das mit meiner Wellenlänge kompatibel ist. Ich sollte mich geirrt haben, denn live war das noch einmal ein ganz anderer Schnack. In der App-Beschreibung wurde die „energetische Bühnenperformance“ von Frontman Ben Duffy betont und die bekam man als Zuschauer auch geboten, denn Ben Duffy ging auf der Bühne ab, wie Schmitds Katze und sah dabei noch unglaublich gut aus. 😉


Hatten wir noch vor dem Konzert von Fenech-Soler noch einen kleinen Hänger, waren wir danach energetisch wieder völlig aufgeladen und es ging weiter ins Übel und Gefährlich in den Flakbunker am Heiligengeistfeld, wo wir zuerst OK Kid sahen. Mit vielen Wortspielen, cleveren Texten und guten Beats war auch dieses Konzert ein Highlight.


Anschließend standen dort die 257ers auf dem Programm. Leider hatten sie mit einer Startzeit um 2:10 Uhr ein wenig die A-Karte gezogen, denn es war ziemlich leer im Club. Aber das hinderte die Jungs aus Essen nicht am bossmäßigen Abgeeeehn. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube ein oder zwei Mal das Wort HRNSHN gehört zu haben, aber ich kann mich vielleicht ja auch geirrt haben. 😉 ganz ehrlich, ich würde mir zwar eher keine Karte für ein Konzert der Crew kaufen, aber sie eine Stunde live erlebt zu haben, war auf jeden Fall ein Erlebnis. Besonders spannend waren dort auch die Fans, die jedes Wort mitsingen konnten und einen etwas strangen Eindruck machten. Ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich hatte den Eindruck, dass da nicht alle Zuhörer die Ironie gefunden haben, die man ja bekanntlicherweise anschließend behalten darf.


Alles in allem waren das für mich zwei sehr gelungene Tage, die sich viel länger als nur wie 48 Stunden anfühlten und eins kann ich jetzt schon sagen – Reeperbahn Festival 2014 – ich bin sowas von dabei und dann auch alle drei Tage!

 

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