Einleitung

1. Einleitung

Computerspieler sind dumm, sitzen den ganzen Tag am Rechner, futtern tonnenweise Pizza oder Chips und haben Pickel. Wenn sie ihren dicken Hintern überhaupt mal aus dem Schreibtischstuhl heben, laufen sie in der nächst besten Fußgängerzone Amok oder zerteilen ihr kleines Schwesterchen mit der Kettensäge.

So oder ähnlich werden Computerspieler heutzutage häufig empfunden, nicht zuletzt dank der verschiedenen Medienberichte die subjektiv und oberflächlich über einen Teil der heutigen Jugendkultur berichten. Die vorliegende Examensarbeit wird sich mit dem Vorurteil‚Computerspieler = potentieller Amokläufer’ auseinander setzen und versuchen, einmal eine andere Sicht der Problematik zu zeigen, nämlich die, dass es sich bei Computerspielern um Menschen wie alle anderen handelt, die einen Teil ihrer Freizeit mit Computerspielen verbringen, jedoch auch noch andere Interessen haben und nicht zwangsläufig aggressiv und gewalttätig sind. Es wird sich ausführlich mit den Amokläufen an Schulen in den letzten Jahre auseinander gesetzt, die in den Medien oft auf das Spielen gewalthaltiger Computerspiele zurückgeführt wurden, im Zusammenhang damit wird anderen möglichen Ursachen auf den Grund gegangen. Die Rolle der Medien wird in diesem Zusammenhang näher betrachtet und aufgedeckt, welcher Mittel sich bedient wurden um Vorurteile und Ängste zu schüren. Es werden aktuelle Forschungsergebnisse zu Rate gezogen und verglichen. Des Weiteren wird dargestellt, welchen Aktivitäten Computerspieler sonst noch nachgehen und welche positiven Auswirkungen einige von diesen haben. Außerdem wurde im Vorfeld der Arbeit eine Fragebogenaktion durchgeführt, deren Ergebnisse im Zusammenhang mit der vorliegenden Problematik ausgewertet und diskutiert werden.

1.1 Literaturlage und Forschungsstand

Die Literatursuche war im Zusammenhang mit dem Thema etwas schwierig, da sehr viele Wissenschaftler und Populärwissenschaftler ihre eigenen Meinungen und zum Teil nicht genau nachgewiesene Forschungsergebnisse veröffentlicht hatten. Daher war die Differenzierung der in Frage kommenden Veröffentlichungen sehr zeitaufwendig. Jedoch ist es interessant wie stark die Interpretationen der Untersuchungen von einander abweichen, so dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage über die langfristige Wirkung von gewalthaltigen Computerspielen getroffen werden kann. Dazu kam, dass viele Veröffentlichungen in Buchform zum jetzigen Zeitpunkt bereits veraltet sind, da die Entwicklung auf dem Computermarkt und damit auch im Bereich der Computerspiele schnell voranschreitet. Ein weiteres Problem bestand darin, dass viele Artikel in Tageszeitungen und Zeitschriften über das Internet nur kostenpflichtig zu erhalten waren und deshalb ab und zu aus zweiter Hand zitiert werden muss. Außerdem haben Zeitungen wie die FAZ und die Süddeutsche Zeitung entsprechende Passagen, die offensichtliche Falschdarstellungen enthielten, in ihrem Internetarchiv nicht mit aufgeführt.

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